BDSM-Lexikon

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S
Sackfolter
Bei der Sackfolter handelt es sich um eine SM Praktik, die schmerzhafte Behandlungen an Penis und Hoden benennt. Synonyme dafür sind unter anderem: CBT (Cock and Ball Torture), Ball Torture oder Cock Bondage Sadismus. Im SM Kontext gilt die Bezeichnung für die Lust, einvernehmlich dem Masochisten Schmerzen zuzufügen. Auch wissenschaftlich wurde inzwischen eine Abgrenzung zwischen "sexuellem Sadismus" und dem "Realsadismus" getroffen.
Sadomasochismus
Bezeichnung für die sexuelle Minderheit, die, grob gesagt, neben dem "normalen" Sex eine Erregung aus Spielen mit Machtgefälle und Schmerzen bezieht.
Diese Bedeutung und der Begriff "sadomasochistische Subkultur" hat sich erst in den letzten Jahren durch Sadomasochisten selbst, sowie durch die Arbeiten von Soziologen (z.B. die "Trierer Studie" von Wetzstein und anderen) herausgebildet.
Safeword
Update im BDSM-Ansichten-Lexikon: Das Safeword!
Die Verwendung eines Safeword im Rahmen einer SM-Session steht im direkten Zusammenhang mit einer SSC-konformen Spielweise. Gerade wenn es sich um eine BDSM-Session mit härteren SM-Praktiken handelt – oder auch wenn die SM-Partner noch wenig gemeinsame Spielpraxis gesammelt haben, spricht man vor einer gemeinsamen Session ein Safeword ab. Es gibt dem passiven Spielpartner die Möglichkeit, das Geschehen jederzeit abbrechen zu können. Auch aus rechtlichen Gründen gilt ein durch den passiven SM-Partner ausgesprochenes Safeword als unbedingte Verpflichtung zum sofortigen Aufhören – bezogen auf einvernehmlich ausgeführte SM-Praktiken!
Sklavenvertrag
Bevorzugt von D/s-lern genutzte schriftliche Form, um ein menschliches “Besitzverhältnis” zu regeln. Derartige Sklavenverträge haben eher rituelle Hintergründe, entbehren rechtlich allerdings jeder Form.

Die Unterwerfung des Sub wird seitens des Herrn/der Herrin manchmal durch Symbole wie zum Beispiel ein besitzanzeigendes Halsband, besonders geartete Tätowierungen, Intimschmuck oder sehr kurzgeschnittenem Haar bis hin zu Glatzen nach außen hin gerne demonstriert. Vereinzelt findet man besonders in länger andauernden D/s-Beziehungen dieses Machtverhältnis in sogenannten „Sklavenverträgen“ schriftlich festgehalten. Diese symbolische Handlung soll eine innige Verbundenheit beider Partner und ihre gemeinsamen Vorstellungen „verbindlich“ festhalten. Rechtlich sind diese „Sklavenverträge“ natürlich in keiner Weise verbindlich, da sie nach allgemeiner Auffassung zum Beispiel gegen die guten Sitten verstoßen und aufgrund dessen nach § 138 BGB nichtig sind. In der Vergangenheit führte die Existenz derartiger Schriftstücke in verschiedenen Zusammenhängen immer wieder zu drastischen Schlagzeilen in der allgemein als reißerisch bekannten Boulevardpresse, da in Sklavenverträgen das Innenverhältnis und vereinbarte Praktiken durchaus sehr detailliert aufgeführt werden. Bei eher weniger gut informierten Dritten führen derartige aus ihrem ursprünglichen Zusammenhang gelöste Informationen regelmäßig zu starker Ablehnung und einer allgemeinen Verurteilung der dem Schriftstück zugrundeliegenden Beziehung.
SSC
SSC bedeutet safe, sane, consensual (englisch) und übersetzt, sicher, bei gesundem Verstand (vernünftig), einvernehmlich.

SSC wird mittlerweile in der sadomasochistischen Subkultur als unumstrittene moralische Grundlage im Umgang zwischen Top und Bottom angesehen.

Zwischen den Partnern werden Grenzen festgelegt, die nicht überschritten und von Beiden respektiert werden.
Das setzt voraus, dass sich Beide Partner mit dem Thema Grenzen und Risiken des sadomasochistischen Liebesspiels auseinandersetzten.

Ein alternatives Model zum SSC wird als RACK bezeichnet, sollte allerdings nur von erfahrenen SMern genutzt werden.


Sub
Passiver Part in BDSM-Spielen; das aktive Pendant ist der Top oder DOM.
Submission
Lust an Hingabe und Unterwerfung

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